Napomnienia papieża Innocentego III skierowane do Władysława Laskonogiego z1207 r.

  • Piotr Plisiecki

Abstrakt

[Abstrakt tylko w j. niemieckim / Abstract only in German]

Die Ermahnungen an Władysław Laskonogi durch Papst Innozenz III. im Jahre 1207

Am 7. Januar 1207 richtete Papst Innozenz III. ein Schreiben an den Herzog von Großpolen Władysław Laskonogi (1202-1231), in dem er ihn vor Schritten warnte, welche dem Gnesener Erzbischof Henryk Kietlicz (etwa 1200-1219; ein Befürworter der Unabhängigkeit der Kirche von der herzoglichen Macht) und den mit ihm zusammenarbeitenden Geistlichen schaden könnten. Der Papst verglich das Verhalten des Herzogs mit den Taten des biblischen Königs von Juda, Manasse (etwa 699-643 v.Chr.), der die heidnischen Kulte wieder einführte und die Gott treu bleibenden Priester verfolgte. Dafür bestrafte ihn Gott mit Vertreibung aus dem Lande und Gefangenschaft. Aber gemäß einer im Gebet Manasses zum Ausdruck kommenden apokryphen Tradition (der Text entstand zwischen 200 v.Chr. und 70 n.Chr. in jüdischen Kreisen) bekehrte sich Manasse während seines Aufenthaltes in der Gefangenschaft und konnte, nachdem er Gott um Vergebung angefleht hatte, in seine Heimat zurückkehren. Papst Innozenz III. benutzte diesen Vergleich, weil er von Herzog Władysław schnelle Besserung und Umkehr erwartete. Andernfalls würde ihm das Schicksal des Manasse zuteil werden. In keiner der uns heute bekannten Quellen, die sich auf die Herrschaftszeit von Władysław Laskonogi beziehen, finden wir Informationen darüber, daß er sein Verhalten geändert hätte. Höchstwahrscheinlich kam der Herzog den päpstlichen Empfehlungen nicht nach, und sein weiteres Schicksal ähnelte dem des Manasse. Laskonogi verlor seine Macht und wurde aus seiner Heimat vertrieben. Im Gegensatz zum König von Juda tat er selbst dann keine Buße und starb unter tragischen Umständen im Exil. Die päpstlichen Ermahnungen von 1207 waren für ihn somit eine düstere Prophezeiung seines Schicksals.

Opublikowane
2019-08-08