Żydzi w podziemnej polskiej prasie religijnej epoki powstania styczniowego 1862-1864

  • Ryszard Bender

Abstrakt

[Abstrakt tylko w j. niemieckim / Abstract only in German]

Die Einstellung der religiösen polnischen Untergrundpresse zu den Juden in der Zeit des Januaraufstandes 1862-1864

Die in den Jahren 1862-1864 erschienenen religiösen Untergrundzeitschriften in Polen beschäftigten sich oft mit der jüdischen Problematik. Den Grund dafür bot unter anderem die beträchtliche Aktivität der jüdischen Nation im Rahmen der aufständischen Konspiration, ihre Teilnahme an der nationalen Trauer (1861) sowie an den Kämpfen des Aufstandes selbst. In der religiösen polnischen Untergrundpresse wurde statt der Bezeichnung „Polen und Juden” oft die Formulierung „Polen christlichen Bekenntnisses” und „Polen mosaischen Bekenntnisses” verwendet (z.B. in der von Pater Karol Mikoszewski herausgegebenen Zeitschrift „Głos Kapłana Polskiego” [„Polnische Priesterstimme”]). Oft wurde an die Ähnlichkeiten des Schicksals des Volkes Israel mit den zeitgenössischen Geschicken der Polen angeknüpft (z.B. in der vonPater Kazimierz Żuliński herausgegebenen Zeitschrift „Dzwon Duchowny” [„Geistliche Glocke”]). Häufig wurde die Notwendigkeit der Gleichberechtigung der Juden hervorgehoben (z.B. in der von Władysław Anczyc und Michał Bałucki herausgegeben Zeitschrift „Przyjdź Królestwo Twoje” [„Dein Reich komme”]) und das Martyrium polnischer Juden während des Aufstandes geschildert (z.B. in der u.a. von Agaton Giller herausgegebenen Zeitschrift „Wiadomości z Pola Bitwy” bzw. „Wiadomości z Placu Boju” [„Nachrichten vom Schlachtfeld”]). In vielen Zeitschriften wurde eine Annäherung zwischen den Polen mosaischen Bekentnisses und den Polen christlichen Bekenntnisses postuliert, was dem Standpunkt des Nationalen Zentralkomitees und später auch der aufständischen Nationalregierung entsprach.

Opublikowane
2019-08-08