Zakonnik biskupem. Zarys problemu

  • Marek Derwich

Abstract

[Abstrakt tylko w j. niemieckim / Abstract only in German]

Der Mönchsbischof. Abriß eines Problems

Diese Abhandlung ist eine veränderte und erweiterte Version des Artikels von M. Derwich Monks-bishops, der zum Abdruck in der in Chicago erscheinenden Encyclopedia of Monasticism vorgesehen ist. Der Grund für die große Popularität der Tatsache, daß Mönche besonders im Frühmittelalter Bischofsämter bekleideten, war ihre Einhaltung des Zölibats. Da die Mönche unverheiratet und somit viel disponibler und mobiler waren, waren sie diesbezüglich gegenüber den Weltgeistlichen privilegiert. Der etwa im 11.-12. Jahrhundert in Westeuropa zu beobachtende zahlenmäßige Rückgang der Mönchsbischöfe und die gleichzeitige Zunahme der Bedeutung des Diözesanklerus hatte seinen Grund darin, daß auch für diesen die allgemeine Zölibatspflicht eingeführt wurde. In der Zeit der höchsten Intensität des Phänomens der Bekleidung der Bischofsämter durch Mönche (im Frühmittelalter) kam es im Gefolge der Beteiligung der Mönche am Prozeß der Christianisierung Europas sowie der starken Aktivität iroschottischer Mönche auf dem Kontinent neben der am häufigsten vorkommenden Situation der Berufung eines Mönches ins Bischofsamt (der Weihe eines sog. Mönchsbischofs) zur Herausbildung einiger weiterer Typen von Mönchsbischöfen: u.a. der Klaustralbischof, der Abtsbischof, der Mönchsmissionsbischof, der Mönch als ehemaliger Bischof. Die Berufung eines Mönches zum Bischofsamt regelte der Corpus Iuris Canonici, dessen im Verlauf des 12.-14. Jahrhunderts festgelegte Prinzipien in dieser Frage mit geringen Veränderungen bis heute gelten. Die Regelungen des Codex betreffen u.a. Fragen des Grades der Wahrung der Ordensobservanz durch den in das Bischofsamt berufenen Ordensangehörigen, die Problematik der Verwaltung des Vermögens des Bischofs, der Berichterstattung an die eigenen Ordensoberen sowie die Verbindung von Bischofs- und Mönchswürde.

Published
2019-08-08